Abstehende Ohren sind die am häufigsten vorkommenden Fehlbildungen der Ohren. Bei zu geringer Abknickung des Ohrknorpels entstehen abstehende Ohren, die so genannten „Segelohren“. Diese fallen häufig nach dem allgemeinen Schönheitsempfinden unangenehm auf. Schüler beispielsweise werden verspottet, aber auch Erwachsene leiden unter den auffälligen Ohrmuscheln.
Die Ohrmuschelkorrektur kann ab dem fünften Lebensjahr vorgenommen werden, da ab diesem Zeitpunkt das Wachstum des äußeren Ohres ziemlich abgeschlossen ist. Abstehende Ohren sind in der Regel durch eine angeborene Verformung der Ohrknorpel oder durch eine asymmetrische Entwicklung einzelner Knorpelteile bedingt. Mit einer Ohrmuschelkorrektur - Operation lässt sich der Ohrknorpel neu formen und das Ohr anlegen.
Durch den Eingriff können die Größe, Form und die Stellung der Ohren verändert und zu große Ohrläppchen verkleinert werden. Die Ohrenkorrektur zeichnet sich neben ihrer äußerst schonenden Art gleichsam durch ihre natürlichen Ergebnisse aus. Die Narben verstecken sich als feine Linien hinter dem Ohr und sind kaum sichtbar.
Da der Eintritt in die Schule ein wesentliches Ereignis für die Kinder darstellt, sollte aus psychischen Gründen eine operative Korrektur vor Schuleintritt, spätestens aber zum 10. Lebensjahr erfolgen.
Das endgültige Ergebnis ist nach ein bis zwei Monaten zu erkennen. Ein vollkommen symmetrischer Endbefund ist kaum möglich, da auch natürlicherweise nie eine genaue Seitengleichheit beim Menschen besteht.
Um das Operationsrisiko möglichst gering zu halten, sollten Sie gewisse Verhaltensrichtlinien beachten.
Auf die Ohrmuschelkorrektur - Operation müssen Sie sich nicht speziell vorbereiten. Es ist jedoch anzuraten, dass Sie sich ein breites, weiches Stirnband besorgen, welches Sie nach der Operation über Ihren Ohren tragen können. Außerdem sollten Sie 10 Tage vor der Operation keine Schmerzmittel einnehmen, die Acetylsalicylsäure enthalten, wie z. B. Aspirin, ASS etc oder auch andere Medikamente, die die Blutgerinnung verzögern und dadurch eine Nachblutung mit Schädigung von Knorpel und Haut verursachen können. Auch Alkohol und Schlafmittel sollten Sie weitgehend meiden.
Die Operationsdauer beträgt ca. 60 bis 90 Minuten
Über einen Schnitt an der Ohrrückseite entsteht der Zugang zum Ohrknorpel. Durch diesen Zugang wird der Knorpel ausgedünnt oder verkleinert und anschließend durch spezielle Nähte dauerhaft in die neue und damit günstigere Form gebracht. Der Hautschnitt und die Nähte sind nicht zu spüren, beim Einschleifen des Knorpels ist ein summendes Geräusch zu hören. Nach Formung des Ohrknorpels und Fixierung mit bleibenden Nähten wird die Hautwunde mit einer fortlaufenden Naht verschlossen. Bei beiderseits abstehenden Ohren wird zunächst eine Seite, dann die andere operiert. Im Anschluss an die Operation werden beide Ohren mit kleinen Pflasterstreifen fixiert, auf welche der Mützenverband angelegt wird.
Auch nach Ihrer Operation soll alles für einen guten Heilungsprozess getan werden, um das Ergebnis bestmöglich erhalten zu können und die Operationsfolgen rasch hinter sich zu lassen.
Daher bitten wir Sie, sich die nachfolgenden Punkte genau durchzulesen und zu beachten.
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