Die Nase dominiert unser Gesicht und kann das Selbstbewusstsein bei auffälliger Form und Größe stark beeinträchtigen. Eine unproportionierte Nase wird meist nicht als persönliches Markenzeichen anerkannt, zudem ist das harmonische Gesamtbild gestört.
Durch eine Nasenkorrektur kann ein auffallender Höcker abgetragen werden, eine Nase verkürzt bzw. verlängert, die Form der Nasenlöcher und der Nasenspitze verändert werden. Funktionelle Aspekte, wie Atemschwierigkeiten, werden dabei immer mitbehandelt.
Der Wunsch einer natürlich aussehenden Nase, also nicht „operiert“ auszusehen, steht bei den meisten Patienten im Vordergrund. Deshalb wird bei der operativen Nasenkorrektur die Form und Größe entsprechend Ihren Vorstellungen verfeinert und in ein harmonisches Gleichgewicht zu Ihren übrigen Gesichtszügen gebracht. Nasenhöcker und übergroße Nasenflügel können verkleinert, eine breite Nase verschmälert und eine Schiefnase begradigt werden. Die gewünschte Form lässt sich am besten modellieren, wenn ein gutes knöchernes und knorpeliges Nasengerüst, aber auch eine gesunde Nasenschleimhaut vorhanden ist. Vorausgegangene Operationen oder Verletzungen müssen bei der Planung zur operativen Nasenkorrektur unbedingt beachtet werden, da sie sonst Probleme bei der Funktion der Nasenatmung oder der Formung der Nase verursachen können. Das gewünschte Ergebnis lässt sich mit den modernen Operationsmethoden erreichen.
Um das Operationsrisiko möglichst gering zu halten, sollten Sie gewisse Verhaltensrichtlinien beachten.
10 Tage vor der Nasenkorrektur - Operation sollten Sie auf Schmerzmittel, die Acetylsalicylsäure enthalten, wie z. B. Aspirin, ASS etc. verzichten, da diese die Blutgerinnung verzögern. Auch Alkohol, Nikotin und Schlafmittel sollten Sie weitgehend meiden.
Bei der Voruntersuchung werden die Atemfunktion und der Zustand der Nasenschleimhäute geprüft. Zusätzlich ist eine röntgenologische Untersuchung der Nase zur Abbildung der knöchernen Nasenstrukturen erforderlich. Bei empfindlicher Schleimhaut empfiehlt es sich, eine pflegende Nasensalbe 2 bis 3 Wochen vor der Operation zu verwenden. Chronische Entzündungen im Bereich der Nase, des Rachens und der Ohren müssen rechtzeitig abgeklärt und behandelt werden.
Die Operationsdauer beträgt ca. 60 bis 120 Minuten.
Die Blutungsneigung der Schleimhäute wird während der Nasenkorrektur - Operation durch ein gefäßverengendes Mittel, welches zuvor injiziert wird, verringert. Die gewünschten Formveränderungen werden von kleinen inneren Schnitten oder einem kleinen Schnitt am Nasensteg aus vorgenommen. Hierzu wird das Knorpel- und Knochengerüst durch Ablösen der Haut und der Schleimhäute freigelegt. Mit speziellen Operationsinstrumenten kann dann bei einer Höckernase das überschüssige Knochen- und Knorpelgerüst abgetragen und die Nase verschmälert, eine zu lange Nase verkürzt oder die Nasenspitze neu geformt werden. Bei einer schiefen Nase müssen alle Fehlstellungen des Knochen- und Knorpelgerüstes zunächst gelöst und dann in eine korrekte Stellung gebracht werden, vor allem wenn eine Verletzung der Nase vorausgegangen ist. Nach Vollendung der Korrekturen werden die Schleimhäute wieder exakt angelegt und mit resorbierbaren Fäden vernäht. Zusätzlich werden die inneren Nasengänge mit weichen Watteröhrchen und Tamponade geschient. Die Nasenhaut wird mit Pflasterstreifen anmodelliert, zudem wird ein speziell für Ihre Nase geformter Gips angepasst.
Auch nach Ihrer Operation soll alles für einen guten Heilungsprozess getan werden, um das Ergebnis bestmöglich erhalten zu können und die Operationsfolgen rasch hinter sich zu lassen.
Daher bitten wir Sie, sich die nachfolgenden Punkte genau durchzulesen und zu beachten.
Siehe auch Facelifting und Ohrmuschelkorrektur