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Beine

 

In aller Kürze


  • OP-Dauer: 60 – 120min
  • Narkose: örtliche Betäubung oder Vollnarkose
  • Klinikaufenthalt: ambulant
  • Nachbehandlung: Tragen eines speziellen Kompressionsmieders für 4 Wochen
  • Sport: nach 5 Wochen


Allgemeine Informationen

Die Neigung, Fett im Hüft-, Gesäß- und Oberschenkelbereich anzusammeln, kann vererblich sein. Fett in dieser Gegend ist zumeist besonders resistent gegenüber jeglicher Diät oder sportlicher Betätigung. Fettansammlungen im Bereich der Außenseiten der Oberschenkel (so gennante "Reiterhosen") sind ganz besonders widerständig gegenüber Ernährungsumstellungen und sportlichen Aktivitäten. Sie sitzen da, wo sie besonders stören, und beeinträchtigen sowohl den ästhetischen Gesamteindruck, wie auch das Selbstbewusstsein. Mit einer Fettabsaugung kann das Körperbild sehr gut und dauerhaft korrigiert werden. Insbesondere lokale Fettdepots im Beinbereich lassen sich dauerhaft korrigieren. Voraussetzung für einen solchen Eingriff ist jedoch eine noch straffe und elastische Haut. Fettabsaugungen dienen nur ästhetischen Zwecken, jedoch nicht zur Therapie von Übergewicht. Daher wird es nur als zusätzliche Maßnahme neben Diät und körperlicher Bewegung vorgenommen. Abgesaugt wird Fett aus Problembereichen, wo es durch herkömmliches Abnehmen nicht ohne weiteres verschwindet. Eine Fettverteilungsstörung ist ebenfalls ein Grund, eine Fettabsaugung durchzuführen.


Wie läuft die Operation ab?

Die Operationsdauer beträgt ca. 60 bis 120 Minuten.

Die Operation wird mit der so genannten „Tumeszenz-Technik“ durchgeführt, bei der eine Wirklösung bestehend aus Kochsalzlösung, einem örtlichen Betäubungsmittel und Adrenalin injiziert wird. Diese Flüssigkeitsmischung dient dem leichteren Herauslösen der Fettzellen und der Verminderung von Blutungen.

Durch kleine Einstiche wird die Wirklösung in die Haut gespritzt. Im Folgenden wird das zu entfernende Fettgewebe an den Beinen, an den Hüften oder am Gesäß durch die Hauteinschnitte mit einer besonders geformten Absaugkanüle entnommen. Die Schnittführung erfolgt so, dass die späteren Narben kaum wahrgenommen werden. Ein Teil des vorbehandelten Fettgewebes wird herausgesaugt. Hierbei wird eine ästhetisch schöne Form des verbleibenden Gewebes ausgearbeitet. Nach dem Wundverschluss wird ein Verband angelegt, zusätzlich wird das spezielle Kompressionsmieder angelegt. Es verhindert, dass sich die entstandenen Hohlräume mit Gewebeflüssigkeit, gelöstem Fett oder Blut füllen.


Was passiert nach der Operation?

Auch nach Ihrer Operation soll alles für einen guten Heilungsprozess getan werden, um das Ergebnis bestmöglich erhalten zu können und die Operationsfolgen rasch hinter sich zu lassen.

Daher bitten wir Sie, sich die nachfolgenden Punkte genau durchzulesen und zu beachten.

  1. Am ersten Tag nach der Operation wird der Verband entfernt. Daraufhin bekommen Sie ein spezielles Kompressionsmieder angepasst, das Sie 6-8 Wochen Tag und Nacht tragen sollten.

  2. Nachdem der Verband entfernt wurde, dürfen Sie wieder duschen. Achten Sie jedoch darauf, dass sie Nahtlinie nur mit klarem Wasser abgeduscht wird.

  3. Vermeiden Sie extreme physische Aktivitäten. Halten Sie stattdessen mehr Ruhe ein als gewöhnlich. Leichte körperliche Arbeit und sportliche Aktivitäten sind nach 4 Wochen wieder möglich.

  4. Für die nächsten 7 Tage sollten Sie sitzende Tätigkeiten wie z. B. Autofahren, Bürotätigkeiten etc., die länger als 3 Stunden dauern, vermeiden.

  5. 1 Woche nach der Operation sind Sie wieder voll arbeitsfähig. Spätestens nach 14 Tagen bestehen keine gesellschaftlichen Einschränkungen mehr.

  6. Natürliche und künstliche Sonnenexposition sind für 8 Wochen verboten. Pigmentstörungen der Haut, aber auch Schwellungen können entstehen. Es empfiehlt sich in der darauffolgenden Zeit einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor zu verwenden.

  7. Übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen sind für 2 Wochen verboten.

  8. Nehmen Sie nur Medikamente ein, die Ihnen der Arzt verschrieben hat.

  9. Die Fäden werden nach ca. 1 Woche entfernt. Die Nahtstellen können daraufhin mit einer Wund- und Heilsalbe gepflegt werden. (z. B. Bepanthen Wund- und Heilsalbe).

  10. Lassen Sie sich von einer zunächst augenscheinlichen „Verschlechterung des Gesamtbildes“ nicht beeinflussen. Eine deutliche Besserung ist bereits nach 2 Wochen zu erkennen.

  11. Beachten Sie jedoch, dass es bis zu 9 Monate dauern kann, bis letzte Schwellungen etc. zurückgehen und somit das endgültige Ergebnis sichtbar ist.

  12. Beachten Sie, dass eine Berührungsempfindlichkeit für mehrere Wochen nach der Operation bestehen kann.

  13. Kleine Revisionsoperationen, z. B. bei Narben können in Lokalanästhesie vorgenommen werden.

  14. Bei anhaltenden Schmerzen, Schwellungen, Wasseransammlungen in den Beinen oder Fieber müssen Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

  15. Gehen Sie kein Risiko ein. Wenn Sie über etwas beunruhigt sind, dass Sie für wichtig erachten, melden Sie sich jederzeit bei uns.